Aufenthalt

Zeit für Leben.

Diagnostik

Anamnesen

  • Krankheits- und Gesundheits-Anamnese
  • Sozial-Anamnese
  • Familien-Anamnese
  • Sucht- und Medikamenten-Anamnese
  • Ess-Anamnese
  • Sexual-Anamnese
  • Bildungs- und Kultur-Anamnese

Körperliche Untersuchung

  • Ausführlicher internistischer Status
  • Ausführlicher neurologischer Status

Paraklinische und serologische Diagnostik

  • EKG / LZ-EKG / Belastungs-EKG
  • RR / LZ-RR mit Diarium
  • Bioimpedanz-Messung
  • Sonographische Untersuchungen
  • Serologische Untersuchungen (Diff-BB, Schilddrüsenwerte, Immunologische Parameter, Nierenwerte, Leberwerte etc.)

Nomothetische psychometrische Untersuchungen

  • Digitalisierte Fragebogenerhebungen zu (z.B.) Lebensqualität / Schmerzerleben / Stimmungen etc.
  • Berliner Belastungstest

Idiografische psychometrische Diagnostik

  • Personengrid
  • Körpergrid
  • Stressgrid

Personale Medizin – Diagnostik-Konzept

Die Personale Medizin verfolgt im Hinblick auf ihre konkrete Umsetzung ein strikt bi-perspektivisches Vorgehen hinsichtlich der Simultandiagnostik wie auch hinsichtlich der Simultantherapie. Patienten, die im Bereich der Personalen Medizin diagnostiziert und therapiert werden, durchlaufen eine initiale Diagnostikphase, um in einer daran anschließenden therapeutischen Phase entsprechend der bi-perspektivisch simultandiagnostisch eruierten Themen und Probleme adäquat behandelt zu werden.

Bi-perspektivische Simultandiagnostik

(Schwerpunkt Hyle und Bios)

Unter bi-perspektivischer Simultandiagnostik versteht die Personale Medizin eine Kombination von erklärenden, nomothetischen Ansätzen, bei denen der Patient hinsichtlich seiner Materie- und Bios-Dimensionen biomedizinisch diagnostiziert (erklärt) wird. Zeitgleich und gleichwertig werden verstehende, idiographische diagnostische Verfahren in Anschlag gebracht, um die Psyche- und Logos-Dimensionen des Patienten (psychosozial / soziokulturell) zu erfassen. Eine Kombination dieser erklärenden wie auch verstehenden Herangehensweisen an den Patienten wird als bi-perspektivische Simultandiagnostik bezeichnet.

Konkret bedeutet dies: Patienten – gleichgültig mit welchen biomedizinischen oder psychosozialen Symptomen, Problemen und Fragestellungen auch immer sie vorstellig werden – werden ärztlicherseits in Bezug auf ihre Materie- und Bios-Dimensionen einer ausführlichen körperlichen Untersuchung sowie einer ausführlichen paraklinischen bzw. serologischen Diagnostik unterzogen. Dies bedeutet, dass jeder Patient einer internistischen, neurologischen und allgemeinmedizinischen ausführlichen körperlichen Diagnostik durch den diagnostizierenden Arzt anheimgestellt wird. Daneben erhält jeder Patient eine ausführliche serologische Eingangsdiagnostik (Differentialblutbild, BSG, CRP, Schilddrüsen-, Nieren-, Leber- und immologische Parameter umfassend). An weiteren serologischen Parametern werden die Spurenelemente Zink, Eisen, Kupfer und Selen erhoben.

Neben diesen serologischen Parametern werden weitere paraklinische Befunde erhoben: EKG, Blutdruck- und Langzeitblutdruckmessung, Gewicht- und Bodymaßindexbestimmung, Bioimpedanzmessung, Langzeit-EKG und Belastungs-EKG, sonographische Untersuchung der abdominalen, thorakalen und der Halsorgane.

Darüber hinaus werden alle bisher ambulant und stationär in anderen Einrichtungen erhobenen Befunde (Arztbriefe) gesammelt und mit den von uns stationär erhobenen Untersuchungsbefunden und anamnestischen Angaben zu einer ersten Arbeitshypothese (biomedizinische Verdachts-Diagnose) kondensiert. Ausgehend von dieser biomedizinischen Arbeitshypothese werden weitere, bei Bedarf auch invasive diagnostische Prozeduren festgelegt, wobei die letzteren diagnostischen Maßnahmen in der Regel nicht im Rahmen der stationären Diagnostik und Behandlung innerhalb der Personalen Medizin, sondern naturgemäß im Rahmen von Konsil-Untersuchungen oder von kurzfristigen Verlegungen in andere klinische Abteilungen realisiert werden (Beispiele: Herzkatheter-Untersuchung; Gastroskopie und Koloskopie; CT- und MRT-Untersuchungen).

Bi-perspektivische Simultandiagnostik

(Schwerpunkt Psyche und Logos)

Die eben beschriebene biomedizinische Diagnostik wird um eine ausführliche psychosoziale und soziokulturelle Diagnostik ergänzt, so dass daraus letztendlich eine bi-perspektivische Simultandiagnostik resultiert. Die biomedizinische Diagnostik erfolgt vorrangig durch Ärzte oder speziell ausgebildetes Pflegepersonal, die psychosoziale und soziokulturelle Diagnostik erfolgt vorrangig durch Psychologen. Die letztere Diagnostik umfasst folgende Elemente:

  • Biographische Anamnese
  • Sozialanamnese
  • Familienanamnese
  • Sucht- und Medikamentenanamnese
  • Essanamnese
  • Sexualanamnese
  • Bildungs- und Kulturanamnese.

Neben diesen anamnestischen Angaben, die vom Patienten erfragt werden, und die bereits mit ersten Übertragungs- und Gegenübertragungseindrücken assoziiert werden, erfolgt die psychosoziale und soziokulturelle Diagnostik auch mit Hilfe von psychometrischen und psychophysiologischen Untersuchungsmethoden. Es bieten sich folgende (nomothetische) psychometrische Untersuchungsinstrumente an:

  • Fragebögen (siehe Anhang)

An idiographischer psychometrischer Diagnostik ergeben sich folgende Möglichkeiten:

  • Personengrid
  • Körpergrid
  • Stressgrid

Ergänzend zu den eben dargelegten psychometrischen Untersuchungsmöglichkeiten greift die psychosoziale und soziokulturelle Diagnostik auch auf psychophysiologische Untersuchungsmethoden zurück, bei denen neben Psyche und Logos auch Bios als relevante Dimension miterfasst wird. Hierbei bietet sich als gut evaluiertes und etabliertes psychophysiologisches Untersuchungsprozedere der Berliner Belastungstest (BBT) an.

Ausgehend von den anamnestischen Angaben des Patienten wie von den Untersuchungs-Ergebnissen formulieren die Psychologen ebenfalls eine (bevorzugt an psychosozialen und soziokulturellen Aspekten orientierte) Arbeitshypothese. Aufgabe einer bi-perspektivischen Simultandiagnostik ist es nun, die biomedizinischen und die psychosozial-soziokulturellen Arbeitshypothesen aufeinander zu beziehen und in eine ergänzende Beziehung zueinander zu setzen. Ein derartiger Prozess dauert in der Regel Stunden bis Tage, so dass Patienten zu Beginn ihres stationären Aufenthaltes sinnvollerweise eine Stunden bis Tage umfassende bi-perspektivisch-simultandiagnostische Phase durchlaufen. Am Ende dieser Phase soll eine mit dem Patienten gemeinsam erarbeitete und vom Patienten tolerierte, akzeptierte und für gut geheißene Diagnose (gemeinsames Krankheitskonzept) stehen, die als Basis für jegliche therapeutische Intervention gelten darf.

Laura Zimmermann, Patientenmanagement
Bei Fragen zu unseren Leistungen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung und nehmen uns Zeit für eine diskrete Beratung.

Laura Zimmermann, Patientenmanagement