Aufenthalt

Zeit für Leben.

Therapie

Psychosozial-zentrierte Verfahren

  • Gesprächspsychotherapie (einzeln und / oder in Gruppe)
  • Verhaltensmodifizierende Verfahren
  • Patienten-Seminare
  • kreativtherapeutische Verfahren (Kunst- / Musik- / Foto- / Theater- / Biblio-Therapie etc.)
  • Soziotherapie

Körperzentrierte Verfahren

  • Diätetische Maßnahmen
  • Medikamentöse Behandlung
  • Physiotherapie und Bewegungstherapie
  • Entspannungsverfahren
  • Planten & Blomen
  • Hippotherapie

Personale Medizin – Therapie-Konzept

Die Personale Medizin verfolgt im Hinblick auf ihre konkrete Umsetzung ein strikt bi-perspektivisches Vorgehen hinsichtlich der Simultandiagnostik wie auch hinsichtlich der Simultantherapie. Patienten, die im Bereich der Personalen Medizin diagnostiziert und therapiert werden, durchlaufen eine initiale Diagnostikphase, um in einer daran anschließenden therapeutischen Phase entsprechend der bi-perspektivisch simultandiagnostisch eruierten Themen und Probleme adäquat behandelt zu werden.

Bi-perspektivische Simultantherapie

(Schwerpunkt Hyle und Bios)

Analog der eben dargestellten Simultandiagnostik ergibt sich hinsichtlich der Behandlung im Rahmen der Personalen Medizin ebenfalls die Notwendigkeit, bi-perspektivisch vorzugehen:
Die therapeutischen Möglichkeiten beziehen sich sowohl auf Hyle und Bios (biomedizinische Interventionen, körper-zentriert) als auch auf die psychosozial-soziokulturellen Dimensionen (Psyche und Logos, Logos-zentrierte Verfahren und Interventionen). Analog der obigen Darstellungsweise werden zuerst körper-zentrierte Behandlungsmöglichkeiten vorgestellt.

1. Medikamentöse Behandlung

Eine medikamentöse Behandlung obliegt der Indikationsstellung durch die Ärzte und wird am günstigsten über das Verfahren single dose realisiert. Im Beisein der Pflegenden werden Medikamente an Patienten ausgegeben, wobei die Patienten im Beisein der Pflegenden ihre Medikation einnehmen oder appliziert bekommen sollen. Nur durch ein derartiges Arrangement ist zu vermeiden, dass die vor allem im Bereich der Inneren Medizin häufig zu beobachtende Tendenz von Patienten, ihre Medikation nur sehr partiell zu sich zu nehmen, um sich greift. Ein derartiges Arrangement reduziert auch die Fehlerquote, die beim sogenannten „Stellen von Medikamenten“ relativ hoch ist.

2. Diätetische Maßnahmen

Ausgehend von den essanamnestischen Angaben der Patienten wie auch von den serologischen Befunden lassen sich im Bereich vieler internistischer, neurologischer, allgemeinmedizinischer wie auch psychiatrischer Erkrankungsbilder relevante Modifikationen und effektive Verbesserungen der zugrundeliegenden Pathophysiologie erreichen, indem diätetische Maßnahmen und ernährungsmedizinische Interventionen in Betracht gezogen werden. Neben der ärztlichen Indikationsstellung sind für diese Aspekte des therapeutischen Spektrums vor allem kompetente Diätassistentinnen und – als Realisierung der diversen Vorschläge – eine kompetente Küche von Nöten.

3. Physiotherapie und Bewegungstherapie

Neben der Ernährung gehört als wesentlicher zweiter Aspekt einer nichtmedikamentösen Behandlung von diversen Krankheitszuständen die Bewegung und ausgehend davon die Bewegungstherapie zum essentiellen Bestandteil des therapeutischen Regimes der Personalen Medizin. Neben der ärztlichen Indikationsstellung sind hierbei insbesondere Sport-, Bewegungsund Physiotherapeuten gefragt; daneben auch Tanz- oder Bewegungstherapeuten, Physiotherapeuten mit Spezialausbildung im Hinblick auf funktionelle Entspannung, diverse Entspannungsverfahren (Autogenes Training, Progressive Muskelrelaxation nach Jacobson) bis hin zu einer speziellen körperzentrierten Behandlungsform im Sinne von Planten & Blomen.

Bei allen diesen körperzentrierten Therapieansätzen (medikamentös / diätetisch / bewegungstherapeutisch / entspannungstherapeutisch) wird deutlich, dass es sich um Therapieformen handelt, die zwar Hyle und Bios als Hauptzielort kennen, zugleich aber im Hinblick auf ihre Effekt im Bereich von Psyche und Logos in keiner Weise zu unterschätzen sind.

Bi-perspektivische Simultantherapie

(Schwerpunkt Psyche und Logos)

Einen ebenso gewichtigen therapeutischen Ansatz wie die körperzentrierten Verfahren bilden die sogenannten Logos-zentrierten Verfahren. Darunter subsumieren sich folgende konkrete Therapieansätze:

1. Gesprächspsychotherapie

Beim Begriff der Psychotherapie assoziieren die meisten eine verbale Intervention im Rahmen von speziellen Gesprächen, wobei diese verbalen psychotherapeutischen Interventionen sowohl im Einzel- als auch im Gruppensetting realisiert werden. Die Personale Medizin greift dabei auf tiefenpsychologisch und psychodynamisch orientierte Verfahren zurück, ohne die psycho-edukativen oder verhaltensmodifizierenden Verfahren damit auszuschließen. Sowohl einzel- als auch gruppenpsychotherapeutische verbale Interventionen werden meist von Psychologen, darüber hinaus aber auch von Ärzten oder von ausgebildeten Pflegenden realisiert.

2. Verhaltensmodifizierende Verfahren

Wie soeben erwähnt, werden neben tiefenpsychologisch-psychodynamischen Verfahren auch verhaltensmodifizierende Interventionen in der Personalen Medizin realisiert. Darunter fallen etwa Angst-Expositionen, Essgruppe, Koch- und Einkaufgruppe etc.

3. Psychoedukation

Über die psychodynamischen und verhaltensmodifizierenden Verfahren hinaus sind in der Personalen Medizin auch psycho-edukative Angebote sinnvoll und etabliert. Darunter subsumieren wir Vorträge, Patientenseminare, Informationsveranstaltungen zu Themen wie Schmerz, Schlaf, Sexualität, Ernährung, Bewegung, Arbeitshygiene, Sozialhygiene, Burnout etc.

4. Kreativtherapeutische Verfahren

Als kreativtherapeutische Verfahren haben sich im Bereich der Personalen Medizin bewährt: Kunsttherapie; Musiktherapie (aktiv und rezeptiv im Hinblick auf Klangliege und Klangstuhl); Fototherapie; Bibliotherapie; Theatertherapie. Für alle diese kreativtherapeutischen Angebote sind jeweils speziell ausgebildete Therapeuten von Nöten, die den Patienten Möglichkeiten eröffnen, jenseits einer verbalen Ausdrucksebene non- und paraverbale Expression ihrer Lebensund Weltanschauung sowie ihrer existentiellen Nöte zu verwirklichen.

5. Soziotherapie

Bei vielen Patienten erheben die Ärzte und Psychologen im Rahmen des Diagnoseprozesses relevante soziale Probleme (Arbeitslosigkeit, Berentung, lange Krankheitsphasen, Wohnungsnot, innerfamiliäre Konfliktlagen etc.), die eine spezielle soziotherapeutische Intervention erforderlich machen. Hierzu benötigt die Personale Medizin als kompetenten Ansprechpartner eine hochqualifizierte Soziotherapeutin, die jene im Diagnoseprozess offenkundig gewordenen Fragen und Problemstellungen des Patienten einordnen und eventuell mit Lösungsstrategien versehen kann.

Wie weiter oben im Hinblick auf die biomedizinischen Behandlungsansätze erwähnt, ist analog bei den psychosozial/soziokulturellen Behandlungsansätzen davon auszugehen, dass nicht nur Psyche und Logos, sondern auch Hyle und Bios davon mittangiert und im günstigen Falle einem Besserungsprozess anheimgestellt werden.

Laura Zimmermann, Patientenmanagement
Bei Fragen zu unseren Leistungen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung und nehmen uns Zeit für eine diskrete Beratung.

Laura Zimmermann, Patientenmanagement