Krisenintervention

Krise und Krisenintervention

Manche Psychosomatiker im 20. Jahrhundert antworteten auf die Frage ihrer Patienten, an welcher Krankheit sie denn leiden, mit der lapidaren Formel: „Sie sind ein Subjekt in der Krise.“ Den Begriff Krise verwendeten sie dabei wie die Ärzte der Antike, die bei vielen ihrer Kranken jene Momente beobachteten, in denen sich der Krankheitsverlauf entscheidend in die Richtung von Besserung oder Verschlechterung veränderte. Eine krisenhafte Zuspitzung einer Krankheit konnte häufig durchaus den Wendepunkt hin zum Besseren markieren.

Anders als heutzutage bedeutete der griechische Begriff Krise so viel wie Entscheidung, Beurteilung oder Meinung. Wenn wir im 21. Jahrhundert von Krise sprechen, assoziieren wir damit jedoch in der Regel bedrohliche oder dramatische Verhältnisse, die sich auf eine Krankheit ebenso wie auf die Persönlichkeitsentwicklung, auf wirtschaftliche, kulturelle oder aber auch auf gesellschaftliche Zustände beziehen können.

Insbesondere für krisenhafte Zuspitzungen bei Krankheiten (z.B. Blutdruckkrise, narzisstische Krise, Selbstwertkrise), aber auch bei beeinträchtigenden Lebenskrisen (Wachstumskrise, Reifungskrise, Midlife-Krise, Partnerschaftskrise etc.) gibt es im Klinikum Schloss Lütgenhof umfängliche Möglichkeiten der Diagnostik und Therapie. Diese reichen von einer eventuell akut notwendigen Krisenintervention (falls nötig und möglich sofortige stationäre Aufnahme und Behandlung in unserer Klinik) bis hin zu längerfristigen teilstationären oder ambulanten Begleitungen durch unser Team.